Sommerakademie 2019

25. August bis 1. September 2019, Königswinter und Darmstadt

Migrationen

 Bewerbungsfrist verlängert bis: 30.6.2019

Polen und Deutschland sind in ihrer Geschichte wie auch in der Gegenwart von Migrationen geprägt gewesen: Menschen wanderten aus und ein, verbanden damit ihre Hoffnungen oder ihre Ängste. Auch zwischen beiden Ländern gab es umfangreiche Wanderungen, freiwillig wie erzwungen. Heute sind Menschen aus Polen die größte Zuwanderergruppe in Deutschland.

 Die Internationale Sommerakademie des Deutschen Polen-Instituts beschäftigt sich auf interdisziplinäre Weise mit Migrationen. Historische Wanderungsbewegungen, die Konsequenzen des Zweiten Weltkriegs oder die Emigration aus Polen der letzten Jahrzehnte kommen ebenso zur Sprache wie kulturelle Repräsentationen – von Adam Mickiewicz bis Artur Becker und Brygida Helbig. Es geht um die Soziologie der Migration, um politische Konsequenzen und Migration als ökonomischer Faktor.

 Während der acht Tage der Akademie am Sitz des Instituts im Residenzschloss Darmstadt sowie im Haus Schlesien in Königswinter bei Bonn werden die inhaltlichen Schwerpunkte aus verschiedenen disziplinären Perspektiven gedacht. Hierzu sind Lehrende aus unterschiedlichen Fächern eingeladen worden, die jeweils einen Themenblock gestalten: Jun.-Prof. Dr. Maren Röger (Universität Augsburg), Prof. Dr. Brigitta Helbig-Mischewski (Universität Posen) und Dr. habil. Michał Nowosielski (Universität Warschau). Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Beata Halicka (Universität Posen).

 Darüber hinaus werden die Themen durch Beiträge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Polen-Instituts, durch eine abendliche Lesung und das Gespräch mit der auch als Schriftstellerin tätigen Brygida Helbig sowie auf Exkursionen bei Treffen mit einschlägigen Expertinnen und Experten vertieft. Gemeinsam diskutieren wir die Projekte (Dissertationen, Post-Doc-Forschung, Abschlussarbeiten) der Teilnehmenden. Das Rahmenprogramm, in dem kultureller Genuss und informeller Austausch im Mittelpunkt stehen sollen, greift thematische Anregungen der Sommerakademie auf.

 Das Themenfeld „Migrationen“ soll durchaus breit aufgefasst werden: Eingeladen und zur Bewerbung aufgefordert sind deshalb alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, für die die angesprochenen Fragestellungen eine Bereicherung ihres Forschungsumfeldes versprechen. Für Teilnehmende, deren Projekte an das Thema der Sommerakademie anknüpfen, besteht die Möglichkeit, ihr Projekt in einer 30-minütigen Präsentation vorzustellen. Die Präsentation eines eigenen Projekts ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung. Alle Teilnehmenden können sich über weitere Beiträge in das Programm einbringen.

 Insbesondere angesprochen sind Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs, aber auch fortgeschrittene Studierende kurz vor dem Abschluss, die sich mit dem Themenfeld „Migrationen“ befassen oder mit der Kultur, Geschichte, Gesellschaft und Politik Polens, Polens Beziehungen zu seinen Nachbarn, transnationaler Forschung unter Einbeziehung Polens etc. Hauptarbeitssprache ist Deutsch, einzelne Seminarblöcke finden auf Englisch statt, nach Absprache kann auch auf Polnisch oder Englisch präsentiert werden.

 Während der Sommerakademie gibt es die Gelegenheit zu ersten Recherchen in den umfangreichen Bibliotheks- und Archivbeständen des Deutschen Polen-Instituts und des Hauses Schlesien in Königswinter. Im Anschluss an das gemeinsame Programm der Sommerakademie kann der Recherche-Aufenthalt verlängert werden. Zu diesem Zweck können bis zu fünf Teilnehmende eine Förderung für die Verlängerung ihres Aufenthalts um zwei Tage in Anspruch nehmen.

Teilnahmegebühr: Teilnehmende aus Deutschland: 100 €, aus Ostmitteleuropa und Osteuropa 50 €.

Plakat der Sommerakademie 2019 zum Download

Programm zum Download

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